Vom Wolf zum Hund

03.07.2021

Nachdem ich schon mehrere Beiträge von Hundeverhalten und Hundeerziehung geschrieben habe, widme ich mich heute dem Thema "Domestikation". Um Hundeverhalten im Ganzen verstehen zu können, muss man sich mit der Herkunft der Hunde beschäftigen. Hunde sollten heute nicht mehr als "kleine" oder "kindliche" Wölfe bezeichnet werden, wie es lange Jahre gemacht wurde. Aber sie wurden vor vielen tausend Jahren aus den damaligen Ur-Wölfen domestiziert und zeigen auch heute noch sehr viele Verhaltenselemente und Charaktereigenschaften, die denen von Wölfen entsprechen oder zumindest sehr ähnlich sind.


In diesem Beitrag gehe ich auf folgende Themen ein:

  • Domestikation des Wolfes

  • Veränderung und Anpassung

www.bundesregierung.de (neue Regeln für Wölfe)
www.bundesregierung.de (neue Regeln für Wölfe)

Domestikation des Wolfes

Hunde sind die ältesten Haustiere des Menschen. Vor 100.000 Jahren scheint der Domestikationsprozess mit einer Mischung aus "Selbstdomestikation" und gezieltem Handeln der prähistorischen Menschen begonnen zu haben. Mit "Selbstdomestikation" wird es bezeichnet, wenn sich wilde Tiere immer enger an menschliche Behausungen annähern und diese schließlich zu einem Bestandteil ihres Lebensraums und Territoriums werden. So wird der Weg für das gezielte Handeln von Menschen geebnet. Die "Abfallverwerter" ziehen auch ihre Jungen näher an menschlichen Behausungen auf: Menschen finden Welpen und tragen sie in die Siedlungen hinein, wo sie dann aufwachsen . langsam, aber sicher teilten sich Ur-Wölfe und Mensch große Bereiche ihres Lebens zum gegenseitigen Nutzen.


Veränderung und Anpassung

Domestikation bedeutet "Haustierwerdung". Angehörige einer Wildtierart werden durch den Menschen gezielt isoliert gehalten und vermehrt. So verändert sich auf Dauer der Genpool der isolierten Tiere. Dies ist weder vergleichbar mit Veränderungen der Gene im Laufe der Evolution  noch mit einer Zähmung. Wenn man ein wildes Tier zähmt, wird es sich in einem Verhalten gegenüber bestimmten Situationen ändern: die "wilden" Gene sind aber nach wie vor vorhanden. In der Evolution laufen Veränderungen langsam und über viele Generationen ab. Sinn ist es, sich an eine verändernde Umwelt optimal anzupassen, um darin zu überleben und sich fortzupflanzen.


Hat Ihnen mein Beitrag gefallen? :-)  Dann schreiben Sie es doch unten in die Kommentare.

Bei allen anderen Anliegen, können Sie die Kommentarfunktion selbstverständlich auch nutzen!


Liebe Grüße 

Hundetrainerin & Tierpsychologin Vanessa Pückler :-)